| Bienenimporte - ja oder nein |
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Königinnenimporte
Wenn allein im Jahr 2007 am Frankfurter Flughafen ca. 400.000 Königinnen ankommen und in Europa verteilt werden, ist das eine beeindruckende Zahl. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Importe aus Übersee, welche legal eingeführt werden. Die Importdunkelziffer, auch von Königinnen, die nicht aus Übersee kommen, liegt sicherlich in ähnlicher Größenordnung. In dem Fall ein Fluch der Globalisierung. Frankfurt ist wahrscheinlich Drehscheibe für die Bienenimporte. Nach persönlicher Auskunft von Herrn Nowottnick, kommen nach seinen Recherchen noch andere Flughäfen als Verteiler in Europa in Frage. Man darf sich also nicht wundern, wenn ein riesiges, unkontrolliertes Bienen- Rassengemisch entsteht. Diese Gegebenheit darf nicht verwechselt werden mit gezielten, kontrollierten und planvoll durchgeführten Kreuzungen unterschiedlicher Bienenrassen. Der Vorteil, dass man sehr früh begattete Königinnen bekommt und dass keine genetische Verarmung entsteht, überwiegt jedoch nicht die vielfältigen Nachteile. Gerade bei selbst vermehrten, standbegatteten Königinnen, wie der deutsche Imker sie aus Kostengründen bevorzugt, treten dann Eigenschaften wie z.B. Aggressivität, ungewöhnliches Schwarmverhalten (bedingt durch klimatisch nicht angepasste Bienen) etc. auf. Ich denke, wenn dieser Trend von unkontrollierten Königinnenimporten anhält, werden Standbegattungen über kurz oder lang nicht mehr möglich sein. Um sanftmütige Bienen zu erhalten, wird man ähnlich wie in Polen, auf kontrollierte Anpaarung zurückgreifen müssen. In Polen werden ca. 95% der Wirtschaftsköniginnen instrumentell besamt.
Kunstschwärme:
Das Pro und Contra der Bienenimporte aus aller Welt, einschließlich der Gefahr Krankheiten mitzuimportieren, könnte sich dann erübrigen. |